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Manchmal sind es genau die ungeplanten Momente, die einem die schönsten Fotos schenken.
Als ich am Abend in den Himmel schaute, zog in der Ferne lautlos ein leuchtend roter Heißluftballon vorbei. Fast gleichzeitig überflog ein kleiner Trupp Krähen über uns hinweg. Für einen kurzen Augenblick schien es, als würden sie den Ballon begleiten oder ihm sogar den Weg weisen.
Natürlich täuscht dieser Eindruck. Die Krähen flogen viel näher an mir vorbei, während der Ballon weit entfernt am Himmel schwebte. Trotzdem erscheinen beide auf dem Foto beinahe auf einer Ebene. Gerade diese ungewöhnliche Relation macht das Bild für mich so reizvoll. Der kräftige rote Ballon setzt einen leuchtenden Farbakzent im weiten Blau des Himmels, während die schwarzen Vogelsilhouetten Dynamik in die ansonsten ruhige Szene bringen.
Es war einer dieser flüchtigen Augenblicke, die sich nicht planen lassen. Einmal kurz nach oben geschaut, im richtigen Moment den Auslöser gedrückt und schon war dieser kleine Zufallstreffer im Kasten.
Mit herzlichen Grüßen zu Jutta:
(Projekt ist stillgelegt, aber immer noch schön)
Angela 13.07.2026, 17.41 | (0/0) Kommentare | PL

Bei uns im Garten herrscht gerade reger Flugbetrieb. Vor allem der Lavendel ist der absolute Lieblingsplatz der Schmetterlinge. Vorgestern tummelten sich gleich drei Zitronenfalter Grünader-Weißlinge zwischen den lila Blüten und flatterten unermüdlich von einem Lavendelstrauch zum nächsten.
Einer von ihnen legte dann tatsächlich eine kleine Verschnaufpause ein. Genau mein Moment! Schnell das Handy gezückt und auf den Auslöser gedrückt. Einen Augenblick später war er auch schon wieder unterwegs.
Gern geteilt mit Marius
Angela 02.07.2026, 18.45 | (0/0) Kommentare | PL

Bei uns sollen es heute "nur" bis zu 31 Grad werden. Da dachte ich mir, ein bisschen Abkühlung kann ja nicht schaden.
Kommt gut durch den Tag und denkt einfach mal an einen Spaziergang im Winter. So wie ich gestern, als ich gedanklich bei einem gemütlichen Sonntagsspaziergang durch unseren Wald im letzten Winter gelandet bin.
Mit lieben Grüßen zu Marius
Angela 25.06.2026, 16.45 | (0/0) Kommentare | PL

Am vergangenen Samstag waren mein Mann und ich am Museumshafen Schuppen 50 unterwegs. Dabei haben wir einen tollen Blick auf die Elbphilharmonie und den Michel (St. Michaelis) entdeckt: zwei Hamburger Wahrzeichen auf einem Foto.
So schön die Aussicht auch ist, eines ist mir dabei wieder aufgefallen: Die modernen Neubauten und Hochhäuser am Hafen nehmen meiner Meinung nach immer mehr den freien Blick auf Hamburg. Früher wirkte die Skyline offener, heute versperren viele der neuen Gebäude die Sicht auf die Stadt. Schade eigentlich, denn gerade die Mischung aus Hafen, Wasser und den historischen Wahrzeichen macht für mich den besonderen Charme Hamburgs aus.

Angela 24.06.2026, 20.48 | (0/0) Kommentare | PL

Angela 11.06.2026, 07.24 | (0/0) Kommentare | PL

das Meer und…
...diese tiefe Ruhe, die man nur hört, wenn die Wellen atmen.
…dieses Weitwerden im Kopf, wenn der Horizont alles andere kleiner macht.
…das Gefühl von Klarheit, Salzluft, Freiheit.
…Nächte am Strand, eingewickelt in eine Decke, während der Mond auf dem Wasser tanzt.
…ein Zuhause, das nicht aus Wänden besteht, sondern aus Wind und Weite.
Die Strandkörbe in den typischen Farben:

Blaues Licht in der Waschanlage (jo, war blau. Aber roch nich nach Küste)

Für Niwibo, die im Juni "Blau" sucht

Angela 06.06.2026, 16.50 | (0/0) Kommentare | PL

Am Hafen knallt die Mittagssonne auf den Asphalt, und der Wind drückt den Geruch von altem Frittierfett direkt in die Nase. Bei Claus an der Bude ist die Schlange wie immer zu lang, aber Fiedde, Hein und Kalle stehen trotzdem da, wo auch sonst.
Fiedde trommelt ungeduldig auf die Tresenkante. „Claus, mach mal Meter hier. Mayo ordentlich drauf, ich hab Hunger wien Hafenschlepper.
Hein schaut derweil skeptisch in die dunkle Brühe der Fritteuse. „Sag mal, Claus, wechselst du das Öl auch mal oder filterst du da nur die gröbsten Möwenfedern raus? Er wartet die Antwort gar nicht ab und schnappt sich trotzdem die Plastikgabel.
Kalle hat die Backen schon voll, schiebt sich eine Pommes nach der nächsten rein und grinst. „Claus, krieg ich eigentlich Mengenrabatt, wenn ich morgen die Jungs vom Zoll mitbringe?
Claus schüttelt nur den Kopf, schaufelt wortlos die nächste Portion in die Schale und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Im Hintergrund tuckert ein Kutter vorbei, eine Möwe schreit das Dach zusammen, und für einen Moment ist der ganze Hafenlärm genau so, wie er sein muss.
Für mich und dich

Angela 25.03.2026, 07.48 | (0/0) Kommentare | PL

Gerda und ich waren die letzten Wochen nicht ganz auf der Höhe und mussten zweimal passen. War nicht schön, aber manchmal hilft alles Jammern nichts.
Gestern saßen wir dann endlich wieder draußen auf der Terrasse, ließen uns von der Abendsonne wärmen und aßen zufrieden Kartoffelsalat und Grillwurst. Und natürlich kam, was kommen musste: Gerda wollte Senf. Nicht irgendeinen, nein, ausgerechnet den Dijon, der schon beim Aufdrehen droht, einem die Nasenhaare zu kräuseln.
Ich hab sie noch gewarnt. Aber Gerda ist stur wie ein alter Hafenkutter, der seit dreißig Jahren dieselbe Route fährt. Was auf dem Teller liegt, wird gegessen. Punkt. Tja. Zwei Sekunden später kippte sie mir fast vom Stuhl. Als sie wieder zu sich kam, brauchte sie erst mal einen starken Kaffee, um die Lebensgeister einzusammeln und die Nase wieder zu entknittern.
Für Wortman
Angela 23.03.2026, 20.18 | (0/0) Kommentare | PL

Die drei Hafenmöwen Fiedde, Hein und Kalle haben heute ihre erste gemeinsame Schicht als Hafenwache. Großes Kino ist das nicht, eher viel Geschrei, ein paar verrutschte Mützen und dieser kleine Rest Stolz, den man eben hat, wenn man meint, wichtig zu sein.
Fiedde hat sich auf einem Poller breitgemacht und zwinkert jedem Kutter zu, der vorbeischaukelt. „Moin!, ruft er, als würde er persönlich den Hafenbetrieb am Laufen halten.
Hein steht ein Stück weiter, die Flügel im Nacken, und zählt mit zusammengekniffenen Augen die Container auf einem Frachter. „Nee… dat passt doch hinten und vorne nich, murmelt er, als hätte er jemals Ahnung von Containern gehabt.
Kalle dagegen hat sich in eine Rettungsboje verguckt. Er sitzt davor wie ein verliebter Teenager und nennt das Ding „Berta, als wäre das völlig normal.
Ein Schlepper brummt vorbei, Möwen kreischen durcheinander, und die Sonne glitzert auf dem Wasser, als hätte sie heute gute Laune. Kurz gesagt: ein ganz gewöhnlicher Tag für drei gefiederte Hafenhelden, die mehr Herz haben, als man ihnen zutrauen würde.
Und klar: alles frei erfunden. Falls es irgendwo Möwen gibt, die Fiedde, Hein oder Kalle heißen, Container zählen oder Rettungsbojen anschmachten: reiner Zufall.
Aber ein bisschen norddeutsche Sehnsucht nach Möwengeschichten darf man ja wohl haben.
Für mich und dich

Angela 04.03.2026, 08.48 | (0/0) Kommentare | PL